Francotyp-Postalia ist eine Traditionsunternehmen, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1923 reichen, kurz nachdem Frankiermaschinen überhaupt erst erfunden waren. Unter wechselnden Zugehörigkeit blieb die Marke immer erhalten und ist fest mit dem deutschen Postmarkt verbunden. Alle technischen Entwicklungsstufen hat das Unternehmen marktprägend mitvollzogen und ist heute, neben der Marktführerschaft in Deutschland, weltweit das drittgrößte Unternehmen der Branche. Man agiert unter dem Dach einer Holding, die auch börsennotiert ist.
Was ist eine Frankiermaschine?
Frankiermaschinen sind automatische Freistempelsysteme, bei denen die Briefmarke durch einen Wertausdruck ersetzt wird. Das Portoguthaben ist in der Maschine geladen und wird pro durchlauf herunter gezählt. Neben der mechanischen Einzugs- und Druckzone hat das Gerät deshalb drei Zählwerke, die den noch zur Verfügung stehenden Betrag, die Portosummen und die Anzahl der Durchläufe registrieren und anzeigen.
Wie bedient man eine Frankiermaschine
Auf der Tastatur gibt man das erforderliche Porto ein. Das Poststück wird eingezogen, und mit dem entsprechenden Ausdruck versehen und wieder ausgegeben. Wenn das Gerät über eine Waage verfügt, erfolgt der ganze Vorgang ohne Eingabe. Das Ergebnis der Waage wird sofort in die erforderlichen Werte überführt und auf das Poststück übertragen.
In der Leistungsklasse 1 reicht die Durchlauffrequenz bis an 2.000 Exemplare pro Stunde heran. Der automatisierte Prozess in der Leistungsklasse 2 erreicht bis 7.000 Durchläufe pro Stunde und die High-tech-Lösungen der Leistungsklasse 3 bringen es in der gleichen Zeit auf bis zu 18.000 Exemplare.
Frankiermaschine mymail
2002 führte Francotyp-Postalia seine neue Produktlinie ein, die sich überwiegend in den Leistungsklassen 2 und 3 bewegt. Für die Leistungsklasse 1 und insbesondere Kunden, die Neueinsteiger sind, packte man die geballten Erfahrungen in das Modell maymail, das weit mehr als eine einfache Frankiermaschine ist.
Francotyp-Postalia hat hier Funktionen kombiniert, die den Bedürfnissen kleinerer Unternehmen entgegen kommen, und in der Ausgestaltung sonst kaum in der Leistungsklasse 1 zu finden sind. Trotzdem ist die Bedienung sehr einfach und es konnte ein Preis gehalten werden, der noch dem unteren Preissegment zugerechnet werden kann.
Vorteile von mymail Frankiermaschinen
Neben den generellen Vorteilen von Frankiermaschinen, die vor allem in der Ersparnis des Zeitaufwandes bestehen, und die Zulassung zum Frankit-System der Deutschen Post bietet mymail für die Außenwirkung speicherbare Werbemotive (auch wechselbar per Chipkarte) und flexible Textnachrichten (davon zwei speicherbar). Innerbetrieblich sind die drei enthaltenen Kostenstellen und die Tarif-Kurzwahl (für zehn Tarife) von Vorteil. Die Abrechnung erfolgt per integriertem Modem und erleichtert die Verwaltung.
Mymail Standards
Zu den Standards gehören die Ink-Jet Drucktechnik und ein Durchlauf von bis zu 900 Briefen pro Stunde. Für die 2-kg-Waage besteht eine Option.
Damit hat man sich sehr gut auf die Bedürfnisse eines Unternehmens eingestellt und nicht Standards zu einem billigen Produkt summiert. Preiswert ist die mymail Frankiermaschine allemal, denn mit 990 Euro bleibt sie im Limit der Leistungsklasse 1. Vergleichen kann man sie teilweise aber auch mit Produkten der Preisklasse 2, was durchaus zu Irritationen in Produkttests führen kann.



