Ein GPS Ortungsgerät kommt überall dort zum Einsatz, wo es darum geht, die aktuelle Position und/oder die zurückgelegte Wegstrecke zu bestimmen. Hierfür verwenden solche Ortungsgeräte die Signale, die von den insgesamt 24 GPS Satelliten ausgesendet werden, die ständig um den Globus kreisen. Anhand dieser Signale kann sowohl die aktuelle Position durch Angabe der Längen- und Breitengrade bestimmt werden, als auch die aktuelle Geschwindigkeit. Einige Ortungsgeräte können sogar die Höhenmeter anzeigen.
GPS Ortungsgeräte vom Fachmann
GPS Ortungsgeräte gibt es inzwischen zahlreiche unterschiedliche Modelle vieler Anbieter, wie etwa von TomTom, Garmin, Navigon, Becker oder Panasonic. Die Preise solcher Geräte variieren dabei von zurzeit etwa 50 Euro bis weit über 2.000 Euro. So gibt es zum Beispiel lediglich kleine GPS Peilsender, die dafür verwendet werden, um ausschließlich die aktuelle Position eines Objektes ausfindig zu machen, oder etwa Outdoor Handgeräte, die vorzugsweise im privaten Bereich von Wanderern oder Bergsteigern genutzt werden, um sich im unwegsamen Gelände zu orientieren.
GPS Geräte können sowohl lediglich Signale der Satelliten empfangen und auswerten, als auch die empfangenen Daten per SMS oder über eine GPRS Datenverbindung versenden. Solche Geräte, die lediglich die empfangenen Signale auf einem internen Speicher ablegen, können im Regelfall anschließend an einen PC angeschlossen werden, sodass man dort diese Daten auslesen und auswerten kann. Auch lassen sich bei zahlreichen Geräten die empfangenen Daten direkt in einem Display anzeigen, dies teilweise lediglich durch die Anzeige der Koordinaten von der aktuellen Position und ggf. der Himmelsrichtung, oder aber auch über eine wesentlich ausführlichere Anzeige auf einer topografischen Karte.
GPS Anbieter – das reine Tracking
Der deutsche Hersteller konga electronics bietet eines der preiswertesten GPS Ortungsgeräte an. Knapp 65 Euro kostet das Tracker Ortungssystem X1 und dafür gibt es alles, was das Tracking verlangt: Positionsangabe bis auf 5 Meter genau, schnelle Übermittlung, Bewegungs-, Geschwindigkeits-und Betriebszustandsalarm sowie einen SOS-Ruf.
So ist immer die aktuelle Information gegeben, aber das sind auch schon die Grenzen im unteren Preisbereich. Zwar kann man die Positionsdaten auf einen Monitor übertragen und speichern, aber eine multifunktionale Datenverwendung sieht natürlich anders aus. Die Positionsdaten, die per SMS übermittelt werden, müssen erst bei Google Earth eingegeben werden, um zu einer verständlichen Wahrnehmung zu gelangen.
Wer nur wenige Fahrzeuge zu beaufsichtigen hat, nicht viele Positionsdaten benötigt und diese auch nicht kombinieren muss, kann mit einem solchen GPS Ortungsgerät die Betriebskontrolle und den Diebstahlschutz für ein Fahrzeug preiswert bewältigen.
GPS Anbieter – das Flottenmanagement
Was GPS Ortungsgeräte im Flottenmanagement leisten, ist ein andere Dimension. Die Merkmale dafür sind:
• Die Ortung mehrerer Fahrzeuge gleichzeitig
• Interaktiver Kontakt
• Die Zusammenführung aller Daten in einer Zentrale
• Die Weiterverarbeitung der Daten (Dokumentation, Abrechnung, Verwaltung)
• Die Aufbereitung der Daten für Auswertungen und Einsatzplanungen
• Sicherung gegen Diebstahl und unbefugte Verwendung

Dazu werden die GPS Ortungsgeräte mit einer Vielzahl von Software-Funktionen verbunden. Die Live-Ortung erfolgt zyklisch und kann in beliebig gewählten Abständen aufgezeichnet werden. Die Speicher haben eine Kapazität von bis zu 100.000 Routen, die per serieller Schnittstelle oder GSM-Datenverbindung ausgelesen (und z.B. in Echtzeit auf Landkarten dargestellt) werden können. Die Kommunikation erfolgt per Anruf, Alarm, SMS, PC-Verbindung oder Bordcomputer. Sämtliche Funktionen können programmiert und für die Nutzung autorisiert werden.
TomTom, einer der führenden Anbieter im Bereich des Flottenmanagements, bietet dafür das GPS Ortungsgerät LINK 300 an, zu einem Preis von knapp 400 Euro. Die Spezialität von TomTom ist, dass die Ausrüstung im Fahrzeug mit allen nur denkbaren Funktionen verbunden werden kann - im Fahrzeug selbst mit einer Bleutooth-Freisprech-Anlage oder mit dem Navigationssystem bzw. einzelnen Features wie Verkehrsfunk oder optimales Fahrverhalten, im Datenzentrum mit Softwarelösungen für die Abrechnung und Verwaltung. Darüber hinaus werden betriebswirtschaftliche Vorgänge wie Bestandhaltung und Liefervolumen per Barcode-Übermittlung optimiert. Letztendlich muss nicht einmal das Software-Paket für das Flottenmanagement erworben, sondern kann über das webbasierte TomTom-Portal WEBFLEET.
Welches GPS Ortungsgerät wird benötigt?
Jedes Unternehmen, das mit GPS Ortung arbeiten will, kann die Kosten optimieren, wenn die Einsatzgebiete und Verwendungszwecke vorher genau definiert werden. Wenn ein Unternehmen davon ausgeht, dass seine Aufgaben im Logistikbereich zunehmen, ist die Einführung eines modularen Systems zu empfehlen. So können in jeder Phase der Entwicklung die richtigen GPS Ortungsgeräte zum Einsatz kommen.
GPS Ortungssysteme und Ihre Bedeutung für Logistikunternehmen
GPS Ortungssysteme bestehen in der Regel aus einer dezenten Black Box. Über das GPS Signal von wenigstens drei bis vier Satelliten können diese stets die aktuelle Position ermitteln und dadurch einen Standort und auch anhand gespeicherter Wegpunkte die bereits zurückgelegte Wegstrecke bestimmen. Logistikunternehmen setzen in der Regel GPS Tracker ein, in denen sich eine handelsübliche SIM-Karte befindet, wie sie auch im normalen Handy oder im Smartphone zum Einsatz kommt. Die über GPRS abrufbaren Daten kann das Unternehmen anschließend in einen Routenplaner oder auch in eine vom Hersteller bereitgestellte Software eintragen und erhält so den genauen Standort seiner Flotte. Auch kann das Unternehmen anhand dieser GPS Daten, je nach Ausführung der Geräte, dazu verwenden, die gesamte Fahrtstrecke und auch die Fahrtzeiten aufzuzeichnen und so ein manipulationssicheres Fahrtenbuch führen. So lässt sich auch feststellen, ob die Fahrer auch ihre vorgegebenen Ruhezeiten einhalten.
Sollte das GPS Ortungsgerät außerdem noch über einen zusätzlichen Bordcomputer verfügen, können zudem auch zahlreiche Daten der Fahrzeuge abgerufen werden, wie etwa ob sich das Fahrzeug überhaupt bewegt, ob der Motor läuft oder nicht, wie voll der Tank noch ist oder ob bei einem Kühltransport auch die vorgeschriebene Kühltemperatur eingehalten wird. Zusätzliche Sicherheit für die Fahrer bietet ein sogenannter Notfallknopf. Kommt es während der Fahrt zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall oder zu einer Notsituation, so kann der Fahrer auf diesen Knopf drücken und das Unternehmen über den Vorfall informieren.



