Eine Heizungsunterstützende Solaranlage ist eine thermische Solaranlage. Hierbei wird die Energie der Sonne in Wärme umwandelt. Wesentliche Bestandteile dieser Solaranlage sind der Sonnenkollektor und der Solarspeicher. Der Solarkollektor wird dabei in der Regel auf dem Dach eines Hauses angebracht. Den besten Wirkungsgrad erzielt man mit einer Ausrichtung des Kollektors nach Süden. Als Solarspeicher dient ein sogenannter Pufferspeicher. Bei Solaranlagen, die sowohl zur Wassererwärmung als auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden, kommt ein Kombispeicher zum Einsatz. Eine Heizungsunterstützende Solaranlage dient daher zum einen der Erwärmung von Wasser, wie zum Beispiel für das Baden oder Duschen. Zum anderen werden mittels dieser Kombi-Solaranlage auch Räume beheizt.
Sonnenkollektoren-Arten für Heizungsunterstützende Solaranlagen
Je nach Einsatzbereich sind bestimmte Sonnenkollektoren für eine Heizungsunterstützende Solaranlage besser geeignet. Hierbei unterscheidet man in Flachkollektoren und Röhrenkollektoren. Fachkollektoren sind für niedrigere Temperaturen die erste Wahl, etwa für die Unterstützung einer Fußbodenheizung. Ein Röhrenkollektor hingegen zeichnet sich nicht nur durch eine größere Energieausbeute aus, er erzeugt auch höhere Temperaturen. Sie liefern auch bei einer nicht nach Süden ausgerichteten Dachfläche und in den Monaten mit etwas geringerer Sonneneinstrahlung gute Erträge. Daher sind diese Kollektoren oft an ein Heizsystem, wie zum Beispiel eine Öl-, Gas- oder Pelletheizungen gekoppelt.
Was kostet eine Heizungsunterstützende Solaranlage?
Heizungsunterstützende Solaranlagen erfreuen sich in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit. Dieser Trend schlägt sich auch in niedrigeren Anschaffungskosten für die Verbraucher wieder.
Der Preis für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung liegt natürlich weitaus höher als für Anlage nur zur Warmwasseraufbereitung. Wirklich wirtschaftlich sind als Heizungsunterstützende Solaranlage nur Anlagen mit Röhrenkollektoren, die einen Großteil des Preises ausmachen. Röhrenkollektoren sind teuer in der Anschaffung und kosten pro Quadratmeter etwa 600 bis 800 Euro.
Natürlich ist auch hier ein Preisvergleich immer anzuraten, können sich die Preise doch je nach Anbieter und Art der Anlagen erheblich unterscheiden. Als Anhaltspunkt kann ein Preis von etwa 11.000 bis 15.000 Euro für eine Anlage mit einer Röhrenkollektorfläche von fünfzehn Quadratmetern gelten. Bei Solaranlagen nur für die Wassererwärmung ist mit Kosten von circa 5.000 Euro bis 6.000 Euro zu rechnen.
Individuelle Preisgestaltung bei heizungsunterstützenden Solaranlagen
Letzentlich sind die Kosten für eine heizungsunterstützende Solaranlage stets abhängig von der benötigten Leistung und dem Standort der Anlage sowie weiteren Faktoren wie der Art der Kollektoren. Auf der Basis der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und in Abhängigkeit von der Art der Solarkollektoren lassen sich die Kosten für eine heizungsunterstützende Solaranlage allerdings leicht kalkulieren.
Für die Warmwasserzubereitung mit Flachkollektoren gelten folgende preislichen Richtlinien: Personenanzahl x 1,5 m² x ca. 300 € x 2,5. Für Röhrenkollektoren ergibt sich der Bruttopreis aus folgender Rechnung: Personenanzahl x 1 m² x ca. 500 € x 2,2. Möchte man zusätzlich zur Warmwassererwärmung auch die Solaranlage auch zur Heizungsunterstützung verwenden, lassen sich folgende Preise erwarten: Für Flachkollektoren: Personenanzahl x 4 m² x ca. 300 € x 2,5 und für Röhrenkollektoren: Personenanzahl x 3 m² x ca. 500 € x 2,2.
Heizungsunterstützenden Solaranlage und Solaranlage für Warmwasser: staatliche Förderung
Verbraucher können auf eine Vielzahl an staatlichen Förderungen zurückzugreifen. So stellt beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau im Rahmen ihrer Programme „Erneuerbare Energien“, „Energieeffizient Bauen“ oder „Energieeffizient Sanieren“ den Bauherren zinsgünstige Kredite zur Verfügung. Solaranlagen für Warmwasser können außerdem günstig über die die DKB finanziert werden. Außerdem gibt es diverse Förderungsmöglichkeiten für Hauseigentümer in den einzelnen Bundesländern. Informationen zu den Förderprogrammen erhält man bei den Kommunen oder Landesbanken.
Auch beim BAFA, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, gibt es bestimmte Basis- und Bonusförderung für den Einbau von einer Heizungsunterstützenden Solaranlage bei Bestandsbauten. Neubauten und Solaranlagen ausschließlich für die Wassererwärmung sind von der Förderung durch das BAFA ausgeschlossen. Kombi-Anlagen zur Heizungsunterstützung und Brauchwassererwärmung werden jedoch durch direkte Zuschüsse zum Bau gefördert.



