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Kaffee oder Tee: Was ist gesünder?

Wer hätte das gedacht: Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen schlechthin noch vor Wasser oder Bier! Knapp 150 Liter Kaffee pro Person wurden jüngsten Studien des Deutschen Kaffeeverbandes zufolge im Jahr 2010 in Deutschland konsumiert. Anlässlich des „Tag des Kaffees 2012“ haben wir den beliebten Muntermacher einmal etwas näher unter die Lupe genommen und uns gefragt, was das aromatische Heißgetränk eigentlich so beliebt bei den Deutschen macht. Ist Kaffee im Vergleich zu anderen Heißgetränken wie Tee wirklich so ungesund? Erfahren Sie alles, was Sie schon immer über das Thema Kaffee wissen wollten: In unserer aktuellen Infografik zur Frage "Kaffee oder Tee: Was ist gesünder?"

Hinweis: Klicken Sie direkt auf die Infografik, um diese in voller Größe zu sehen.


Kaffee Konsum in Deutschland

6,6 kg Kaffee konsumierte jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr 2010, oder, wie jüngste Studien des Deutschen Kaffeeverbandes zeigten, 150 Liter pro Kopf! Ein absoluter Rekordwert im internationalen Vergleich Deutschlands mit anderen Ländern. Somit rangiert Deutschland auf dem 7. Platz der Nationen mit dem höchsten Kaffeekonsum, nach Luxemburg, Finnland, Norwegen, der Schweiz, Dänemark und Schweden! Seit den 50er Jahren ist der Kaffeekonsum in Deutschland folglich um das 6fache gestiegen und Deutschland heutzutage zu den größten Abnehmern des schwarzen Goldes zählt. Im Vergleich dazu trinkt der deutsche Bundesbürger nur 26 Liter Tee im Durchschnitt jährlich, ein stabiler Wert laut Deutschem Teeverband.

So denken die Deutschen über Kaffee

Dabei genießt Kaffee nicht gerade einen positiven Ruf. Vielmehr wird dem aromatischen Heißgetränk bzw. dem darin enthaltenen Koffein eine suchtgefährdende Wirkung nachgesagt, während Tee hingegen allgemein als die Sinne beruhigend gilt. Das im Kaffee enthaltene Koffein mache unruhig und nervös, verhindere das Einschlafen und sei zudem gesunheitsschädlich, so die allgemeine Meinung zum Thema Kaffee. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus, wie jüngste Untersuchungen gezeigt haben!

Die gesundheitlichen Vorteile von Kaffee

Die gute Nachricht: Da Koffein die schlaffördernden Botenstoffe des Adenosins im Körper blockiert, wirkt Kaffee tatsächlich aufmunternd und konzentrationsfördernd, wohl kaum jedoch abhängig oder nervös. Damit hat sich Kaffee zurecht den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala der Deutschen verdient. Dieser positiven Wirkung sei Dank ist es also kaum verwunderlich, dass gerade zum Frühstück und am Nachmittag, nach dem berühmt berüchtigten Mittagstief, die belebende Wirkung des Kaffees besonders hoch geschätzt wird. Somit wird Kaffee vor allem im Büro zu einem unentbehrlichen und beliebten Tagesbegleiter.

Doch damit nicht genug: Jüngste Studien haben gezeigt, dass Kaffee entgegen der allgemeinen Annahmen der Deutschen alles andere als ungesund ist. Im Gegenteil: Kaffee ist neben frischem Obst und Gemüse eine wichtige Quelle von Antioxidantien, die das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen erheblich senken können. So können 6 Tassen Kaffee täglich das Brustkrebsrisiko bei Frauen um 70% verringern. Auch das Herzinfarkrisiko kann durch regelmäßigen Kaffeegenuss deutchlich gesenkt werden. Unglaublich, aber wahr: Die höchste Sterberate wurde übrigens bei männlichen Probanden, die gar keinen Kaffee tranken, festgestellt.

Unser Fazit zu Kaffee und Tee

Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass Kaffee in punkto Gesundheit anderen Heißgetränken wie Tee in Nichts nachsteht und wider Erwartens sogar einige Vorzüge hat. Dem negativen Ruf dem Kaffees zum Trotz können Kaffeeliebhaber nun also aufatmen und ihren morgendlichen Kaffee in Zukunft ohne schlechtes Gewissen genießen. Denn Kaffee ist aus deutschen Haushalten und Büros heutzutage nicht nur kaum noch wegzudenken, sondern zudem auch noch förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden!

Ein Hoch auf den Kaffee!

Hätten Sie das gewusst? Bereits zum sechsten Mal wird heute, am 30. September 2011, das aromareiche Heißgetränk geehrt – mit dem bundesweiten Tag des Kaffees! Kaffeeliebhaber kommen an diesem Tag ganz besonders auf ihre Kosten, denn deutschlandweit erwarten sie heute zahlreiche Aktionen rund um das schwarze Gold wie Ausstellungen, Werksbesichtigungen, Informationsveranstaltungen, Kaffeeverkostungen und Gewinnaktionen in fast allen deutschen Städten von Berlin über Bremen bis hin zu Hamburg und München sowie einer Vielzahl kleinerer Ortschaften. Doch wie kam es eigentlich zum weltweiten Siegeszug des Kaffees?

Ein Streifzug durch die Geschichte des Kaffees

Zahlreiche Legenden ranken sich um die Entdeckung der Kaffeebohne und deren erstmalige Nutzung im Nahen Osten. Ein Mönch namens Naironus Banesius soll die schmackhafte Bohne angeblich entdeckt haben, als er eine Viehherde beobachtete, die sich ungewöhnlich lebhaft verhielt und selbst nach Einbruch der Dunkelheit noch kein Anzeichen von Müdigkeit erkennen ließ. Als er der Sache auf den Grund zu gehen versuchte, entdeckte er durch Zufall die dunkelgrüne Kaffeepflanze mit mit ihren kirschähnlichen Früchten, bereitete sich einen Sud aus dieser zu und bemerkte, dass auch seine Müdigkeit nach Genuss des aromatischen Getränks schnell schwand.

Der Kaffeebaum existiert allerdings schon sehr viel länger. Die in dieser Legende angesprochene Region „Kaffa“ im abessinischen Hochland Äthopiens gilt nicht nur als Ursprungsort der Kaffeepflanze, sondern auch als Namensgeber des köstlichen Getränks. Schriftliche Quellen beweisen, dass ab dem 15. Jahrhundert im Orient erstmals Kaffee getrunken wurde und auch die Kultivierung der Kaffeepflanze ist geschichtlich auf diesen Zeitpunkt zu datieren. Reisende verhalfen dem Kaffee schließlich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts auch über die Grenzen der Städte Mekka und Medina hinaus zu Popularität in ganz Arabien. Mit der Eroberung Mekkas und Medinas durch die Türken wird der Kaffee schließlich auch über die Grenzen des Orients bis in die südlichen Länder Europas bekannt, weswegen das aromatische Heißgetränk sogar übrigens heute noch mitunter als "Türkentrank" bezeichnet wird.

Ab dem 17. Jahrundert florierte der Kaffeehandel in weiten Teilen Europas. Das erste Kaffeehaus wurde 1645 in Venedig eröffnet, es folgten Kaffeehäuser in Oxford 1650, in London 1652, 1659 in Marseille, 1663 in den Niederlanden und 1672 Paris. Das erste deutsche Kaffeehaus wurde 1673 in Bremen eröffnet. Besonders beliebt waren bekannterweise Kaffeehäuser in Wien, wo noch Jahrhunderte später Dichter, Denker und Künstler zu kulturellen Gesprächen zusammenkamen und die Kultur des Kaffeetrinkens zelebrierten.

Im Zuge des 18. Jahrhunderts wurde Kaffee nicht nur in weiten Teilen der Welt (u.a. auch in Brasilien) angebaut, sondern auch zu einem der wichtigsten Handelsgüter. Während der Reichtum der Kolonialmächte durch den Handel mit dem schwarzen Gold reich wurden, blieben die anderen auf der Strecke. Mit der Enführung afrikanischer Sklaven für die Arbeit auf den Kaffeeplantagen wird der schillernde Erfolgszug des Kaffees getrübt durch die Geschichte der Sklavenausbeutung.

Spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts gilt Kaffee in den westlichen Ländern als Volksgetränk, das aus dem Alltag weiter Bevölkerungsgruppen weltweit heute kaum noch wegzudenken ist. 1901 erfand der Japaner Dr. Sartori Kato schließlich den löslichen Kaffee, der die Zubereitung des schmackhaften Heißgetränks enorm vereinfachte und beschleunigte. Seit 1938 wird der lösliche Kaffee von der Firma Nestlé kommerziell als Instantkaffee vermarktet. Und auch der entkoffeinierte Kaffee wird seit 1905 weltweit genossen (eingeführt von Ludwig Roselius unter der Marke "Kaffee HAG“).

Von der Kaffeepflanze zur Tasse Kaffee

Die exotischen Kaffepflanzen sind besonders anspruchsvoll, und gedeihen in den zwischen dem 24. südlichen und 24. nördlichen Breitengrad liegenden Ländern bei optimalen Durchschnittstemperaturen von 20 Grad und unter hoher Luftfeuchtigkeit. Als wichtigste Anbau- und Exportländer des schwarzen Goldes gelten Brasilien, Äthopien, Kolumbien, Guatemala, Peru, Honduras, Mexiko, Vietnam, Indonesien und Guatemala. Die Ernte der Kirschen erfolgt neun bis zehn Monate nach der Blüte der Kaffeepflanze in sorgfältiger Handarbeit. Je nach Reifegrad ändern die Früchte übrigens ihre Farbe und sind zuerst grün, dann gelb und später rot.

Jede Kirsche enthält in der Regel zwei Bohnen, die normalerweise ein bis zwei Mal jährlich geerntet werden, nördlich des Äquators in der Zeit von Juli bis Dezember, südlich des Äquators von April bis August. 10 bis 12 Wochen dauert die Ernte, wobei jede Kirsche per Hand gepflückt wird. Die Aufbereitung der Frucht erfolgt je nach Anbaugebiet entweder nass oder trocken, wobei zur Gewinnung des Rohkaffees das Fruchtfleisch und das Pergamenthäutchen der Kaffeefrucht entfernt werden. Anschließend werden die auf diese Weise gewonnen Kaffeebohnen getrocknet, gereinigt, sortiert und geröstet, bevor sie schließlich verpackt und weltweit exportiert und schließlich in unserer heimischen Küche zu einer köstlichen Tasse Kaffee verarbeitet werden.

Quellen:
Mehr Infos zur Geschichte des Kaffees finden Sie auf: Geschichte-kaffee.de
Informationen zu den Veranstaltungsorten und dem Programm in Ihrer Nähe erfahren Sie auf Tag-des-kaffees.de.

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