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Solaranlage für Strom kaufen

Generell versteht man unter einer Solaranlage, eine technische Einrichtung, die die Energie der Sonne in eine andere Energieform umwandelt. Je nach Arbeitsweise der Anlage lassen sich zwei verschiedene Typen unterscheiden.

Solaranlage für Strom vs. thermsiche Solaranlagen

Thermische Solaranlagen bestehen aus einem auf dem Dach befestigten Solarkollektor und einem Solarspeicher. Diese Solaranlagen dienen in erster Linie zur Erwärmung von Brauchwasser z.B. für das Baden, Geschirrspülen oder Duschen, oder gleichzeitig als Unterstützung für die Raumheizung.

Photovoltaikanlagen hingegen wandeln die Energie der Sonnenstrahlen in Strom um. Das geschieht über Photovoltaik-Module, Solarzellen aus zumeist reinem Silizium, die in der Regel auf dem Dach eines Hauses installiert sind. Den besten Wirkungsgrad erzielt man mit Modulen, die nach Süden ausgerichtet sind und mit einem Neigungswinkel von circa 30 Grad. Eine Photovoltanlage besteht außerdem aus einem Wechselrichter. Dieser wandelt den von der Anlage gelieferten Gleichstrom in Wechselstrom für das Stromnetz um.

Einspeisung des Solarstroms ins Netz

Die meisten dieser Photovoltaikanlagen sind Netzanlagen. Netzanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass die gewonnene elektrische Energie ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Es gibt aber auch sogenannte Inselanlagen, die nicht an das Stromnetz gekoppelt sind. Der gewonnene Solarstrom ist in diesem Fall ausschließlich für die eigene Nutzung vorgesehen. In vielen Fällen wird der erzeugte Strom jedoch direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Der Betreiber der Photovoltaikanlage erhält hierfür eine Einspeisevergütung. Grundlage ist die „Einspeisevergütung für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen an Gebäuden“ des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aus dem Jahr 2000, mit Stand vom Juli 2010. Damit lohnt sich der Kauf von Solaranlagen privat langfristig betrachtet sowohl für Privathaushalte, aber auch für Unternehmen mit einem umfangreicheren Energiebedarf.

Formen der Photovoltaikanlage

Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Bauformen, um mit einer Solaranlage Strom zu erzeugen. Am häufigsten findet man die Aufdachanlage, bei der die Module auf den Dachflächen installiert werden. Immer öfter sieht man aber auch Freilandanlagen. Hier werden die Solarmodule beispielsweise in langen Reihen hintereinander auf einem geeigneten Unterbau angeordnet. Die dritte Bauform von Photovoltaikanlagen ist die gebäudeintegrierte Anlage, wo die Modele gleichzeitig als Fassadenverkleidung dienen.

Kosten und Förderung für eine Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlagen sind in Deutschland seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Damit einher gehen auch sinkende Anschaffungskosten. Als Richtwert für ein Einfamilienhaus gelten Kosten in Höhe von etwa 3.000 bis 4.000 Euro pro Kilowatt peak. Kilowatt peak ist dabei eine Einheit, die die elektrische Leistung von Solarzellen beschreibt.

Die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage unterscheiden sich natürlich je nach Hersteller und Größe. Es ist daher immer sinnvoll, mehrere Angebote der unterschiedlichen Anbieter einzuholen. Generell hat sich eine Photovoltaikanlage durch die Einspeisevergütung auch bei einer Kreditfinanzierung bereits nach fünfzehn Jahren vollständig refinanziert. Zinsgünstige Kredite für die Finanzierung einer Photovoltaikanlage gibt es beispielsweise bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau mit ihrem Programm „Erneuerbare Energien“. Auch die Umweltbank und die DKB vergeben zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage günstige Darlehen. Zudem können die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Photovoltaikanlage über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren steuerlich abgeschrieben werden.