Der expandierende Solarenergie-Markt macht die Frage nach den Vergleichsmöglichkeiten der Produkte für die Photovoltaik immer umfangreicher. In dem überreichlichen Angebot mit unterschiedlichen Wirkungsgraden, Nennleistungen und Preisen benötigt der Verbraucher dringend Orientierung, wenn er sich für Solarmodule interessiert. Verbraucherdienste wie die Stiftung Warentest, Öko-Test oder das Tec-Institut sowie Fachzeitschriften wie Photon führen Vergleiche durch, um Anhaltspunkte für den Kauf von PV-Anlagen zugeben.
Solarmodule im Vergleich: Die Spitzenanbieter
Die Tests der Fachleute beziehen alle für den Verbraucher relevanten Kriterien mit ein, von der Leistung bei der Stromerzeugung bis zur Sicherheit der Montage. Nach den technischen Parametern sind Modelle wie Antaris AS M 185, CSI CS 5A 180 M, Sharp NU-180 E1, Kyocera KC 175 GHT-2 oder BP Solar 3210 N die derzeit leistungsstärksten Solarmodule am Markt. Aber was Solarmodule im Vergleich nicht aussagen können, ist ihr konkreter Nutzen für den Kunden. Denn hier geht es nicht nur um die Vorzüge der einzelnen Hersteller und ihrer Produkte, sondern auch die Anforderungen des Nutzers. Für ihn können weniger leistungsstarke Solarmodule durchaus rentabler sein als die Spitzenprodukte am Markt.
Solarmodule im Vergleich: Die Anforderungen
Wer genügend freie Fläche auf dem Dach oder dem Grundstück hat, kann mit Solarmodulen geringeren Wirkungsgrades sogar preiswerter fahren als mit den teuren Spitzenprodukten. Wenn man bedenkt, dass die Solarmodule ca. 80 % der Kosten einer PV-Anlage ausmachen und die Investition für ein normales Einfamilienhaus bei wenigstens 15.000 Euro liegt, wird das Sparpotenzial deutlich. Denn die geringere Leistungskraft sagt ja nichts über die Zuverlässigkeit der Anlage aus. Robustheit und Witterungsbeständigkeit können als Produktmerkmale über eine Refinanzierungszeit von 20 Jahren günstiger sein als Hochleistungsmodule. Solarmodule im Vergleich müssen auch immer den Bedarf im Auge haben, den sie decken sollen.
Solarmodule und Solarzellen im Vergleich
Wer kaum Platz auf dem Dach und einen hohen Bedarf hat, ist natürlich auf Hochleistungsmodule wie die genannten Testsieger angewiesen. Deren Kernstücke sind die monokristallinen Siliziumzellen, mit denen das Sonnenlicht mit einem hohen Wirkungsgrad in Energie umgewandelt werden kann. Nach Angaben der entsprechenden Hersteller liegt dieser Wirkungsgrad zwischen 14 und 22 Prozent. In der Praxis ist aber das Erreichen von 16 % schon sehr gut.
Die nicht so teuren polykristallinen Siliziumzellen, die entsprechend weniger aufwändig in der Herstellung sind, erreichen 12 bis 16 % . Der neueste Typ am Markt, die CIGS-Solarzellen (der Name ist abgeleitet aus den verwendeten Materialien Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen) hat einen ähnlichen Wirkungsgrad, ist aber teurer. Die Dünnschicht Module aus amorphem Silizium liegen mit 6 bis 10 % in dieser Skala hinten, leisten aber ebenfalls gute Dienste. Sie benötigen einfach nur mehr Platz für die gleiche Leistung.
Solarmodule im Vergleich müssen zudem Fragen des zulässigen Gewichts, der Montagebedingungen oder ihrer Einbußen bei Hitze oder schlechten Lichtverhältnissen beantworten. Bei den Solarzellen-Typen bestehen Unterschiede, die nur der Nutzer für sich als Vorteil oder Nachteil definieren kann.



