Ein Tischkopierer Test muss mehrere Aspekte berücksichtigen. Nur mit den Anschaffungskosten allein ist es nicht getan. Jeder, der auch nur ein etwas höheres Kopieraufkommen hat, weiß zum Beispiel, dass der Preis pro Kopie genau so wichtig ist. Durch die hohen Kosten für Patronen und Toner können bereits innerhalb von zwei Jahre Kosten auflaufen, die den Betrieb des eigentlich so preiswerten Gerätes als höchst unwirtschaftlich definieren.
Des Weiteren ist bei analogen Geräten immer die Qualität der Vorlage entscheidend. So wie das Druckbild vom Standard abweicht, ergeben sich schnell Probleme in der Ablichtung. Handgeschriebene Notizen sind nach dem Kopierprozess zuweilen unleserlicher als vorher.
Die Funktionen bestimmen die Preiskategorie
Im modernen Bürobetrieb von heute ist die Kopierfunktion Teil des digitalen Netzwerkes. Die Anforderungen an Qualität, Volumen und Schnelligkeit bestimmen die Preiskategorie. Selbst der Begriff „Tischkopierer“ beschränkt sich nicht auf eine Leistungsklasse, sondern hat in der Vielzahl der möglichen Funktionen oft schon den Unfang einer eigenen Arbeitsstation erreicht. Der Tischkopierer Test orientiert sich daher immer an einem besonderen Leistungsmerkmal, dass dann nur sekundär mit den anderen in Beziehung gesetzt wird.
Das Leistungsmerkmal Verbrauch ist das Wichtigste
Die Stiftung Warentest hat sich deshalb in ihrer Ausgabe 03/2009 dem Sorgenkind vieler Benutzer, dem Tintenverbrauch für kombinierte Kopier/Druckgeräte gewidmet. Laut Aussage des Verbrauchermagazins sind die Preise für Tintenpatronen und Toner so unterschiedlich, dass die Kopie eines A4-Foto bis 5,80 Euro kosten kann.
Testsieger aus acht Tintenstrahl- und fünf Lasergeräten wurde der Hewlett-Packard OfficeJet Pro K5400N. Hier wurden gute Qualität bei Texten und insgesamt die besten Ergebnisse beim Fotodruck festgestellt. Dazu kommen niedrige Kosten für die Tintenpatronen, insbesondere bei Textdrucken, was zu einer Gesamtnote von 2,1 führte.
Den zweiten Platz in diesem Test belegte der Canon PIXMA iP4600 mit der Gesamtnote 2,2. Die Drucke sind licht- und wasserbeständig. Weitere gute Leistungseigenschaften wie CD-Druck, Kamera-Druck oder Duplexdruck, in denen das Gerät dem Testsieger eigentlich überlegen ist, verhelfen aber nicht zu Bonuspunkten beim Kopieren. Außerdem ist die Geschwindigkeit bei Canon nicht die schnellste.
Nur einen weiteren Zehntelpunkt dahinter landete der Hewlett-Packard Photosmarkt D 5460. Auch das Gerät ist günstig im Verbrauch und bietet ein zweites Papierfach für 10 x 15 Fotopapier.
Bewertungen von FACTS
Das Fachmagazin für Wirtschafts- und IT-Lösungen veröffentlicht seit Jahren interessante Tests, unter anderem auch für Kopier- und damit kombinierte Druckgeräte. Schon 2003 (Ausgabe 7-8) lobte man hier den Toshiba e-Studio 120 als flexibles Gerät mit niedrigen Seitenkosten.
Bei Modell KM – 1510P von Kyocera Mita stieß man auf ein Paradebeispiel des Verhältnisses von Anschaffungspreis und Verbrauchskosten. Das Modell ist mit professionellen Funktionen reich bestückt und deswegen auch entsprechend teuer, rechtfertigt aber durch die geringen Druck- bzw. Kopierkosten den Betrieb. (FACTS 10/2003) Ähnlich urteilte auch die Fachzeitschrift Computer.



