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Die Vor- und Nachteile Akademiker einzustellen

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Andrea Haaser

Mit Akademikern zu arbeiten hat zugegebener Maßen Vor- und Nachteile. Zum einen sind viele davon überqualifiziert und daher zu teuer für ein Unternehmen, die anderen dagegen kommen direkt von der Uni und ihnen fehlt jegliche Art der Berufspraxis. Trotzdem sind Unternehmen nach wie vor daran interessiert, Akademiker ins Unternehmen zu integrieren, meist erfolgt die heute über einen Trainee-Einstieg.

Mit Uni-Abschluss gute Berufschancen

Akademiker-ArbeitDie Berufschancen der Akademiker sind im Vergleich zu 2009 wieder deutlich angestiegen. Wunschbezahlung, ein unbefristeter Arbeitsvertrag und Traumjob sind allerdings immer noch eher Mangelware.

Je nach akademischem Abschluss lassen sich die Bewerber besser oder auch eben schlechter ins Unternehmen integrieren. Eine kleine Übersicht zeigt, dass akademische Hochschulabsolventen als Berufseinsteiger in Online Jobs lediglich mit im Schnitt 1.580 Euro rechnen können. Der Master (FH) liegt im Bereich von 2.600 Euro, ein Master der Universität dagegen bei 2.850 Euro.

Der Betrieb sieht im Angebot von Trainee-Arbeitsplätzen dabei seine Vorteile. Mitarbeiter können gezielt auf ein bestimmtes Aufgabengebiet vorbereitet werden. Sie sind günstiger und bringen meist dieselben guten Leistungen wie der Bachelor oder Master. Die Bezahlung dieser Mitarbeiter liegt im Bereich von 1.000 bis 1.500 Euro bei einer 40-Stunden-Woche.

Wie ist ein Trainee Arbeitsplatz eines Hochschulabsolventen eingerichtet?

Der Hochschulabsolvent wird im Unternehmen als Trainee systematisch auf sein vielfältiges Aufgabengebiet vorbereitet und aufgebaut. Er durchläuft dabei ein Programm, das ihm die Praxis im Unternehmen näher bringt. Er arbeitet in unterschiedlichen Abteilungen und wird dort mit verschiedenen Aufgaben seines künftigen Arbeitsgebietes betraut. Daneben erhält er kostenlose Seminare und Netzwerkveranstaltungen, die das Gelernte noch vertiefen sollen. Bei dieser Ausbildung handelt es sich aber nicht um ein allgemeines Traineeprogramm, wie es in vielen Betrieben für jeden Arbeitsbereich eingesetzt wird.

Der akademische Trainee dagegen erfährt ein spezielles Förderprogramm, das auf einen bestimmten Zeitraum festgelegt ist. In der Regel sind das 12 bis 24 Monate, je nachdem für welche Position der Mitarbeiter eingestellt wurde. Meistens handelt es sich um Kandidaten, die für eine künftige Führungsposition bestimmt sind, vorwiegend in der Altersnachfolge oder in Spezialistenteams.

Auf diese Art sollen mehrere Trainees auch zusammengebracht werden, meist mit dem Hintergrund einen Jahrgang in einen gruppendynamischen Effekt zu bringen, der dem Unternehmen später von Vorteil sein wird. Die künftige Führungsarbeit und Zusammenarbeit wird dadurch gefördert, vorbereitet und gestärkt. Im Programm können die verschiedenen Fähigkeiten der einzelnen Bewerber besser erkannt und ihr Fachwissen gezielt eingesetzt werden.

Trainees im Betrieb - das Tor in die Führungsebene?

In vielen Branchen ist der Einstieg als Trainee ins Unternehmen die Regel. Vor allem Banken und Versicherungen machen von dieser Möglichkeit regen Gebrauch. Es gibt allerdings auch Branchen, in denen diese Art des Einstiegs eher selten vorkommt. Die verschiedenen Arten dieser Möglichkeit sind das allgemeine Traineeprogramm, das dem Bewerber die Möglichkeit bietet, sich für einen künftigen Bereich zu wappnen. Dieser steht vorher noch nicht fest.

Beim Fachtraineeprogramm steht bei der Einstellung schon fest, welchen Bereich der neue Mitarbeiter nach seiner Einarbeitung übernehmen wird. Er wird gezielt darauf vorbereitet. Ein Traineestudium ist die höchste Stufe. Hier handelt es sich um eine Fach- oder auch Führungskräftegenerierung. Meist erhält dieser Trainee finanzielle Unterstützung durch das Unternehmen bei seinem Studium oder ein Traineegehalt.

Dafür muss er sich aber verpflichten, eine studiumsbegleitende Tätigkeit im Unternehmen auszuführen. Oft wird der Trainee nach Abschluss für die Unterstützung an das Unternehmen durch Vertrag mehrere Jahre gebunden. Man könnte diese Art des Traineestudiums auch duales oder berufsbegleitendes Studium nennen. Für den Betrieb ist dies die beliebteste Lösung um akademische Fachkräfte auszubilden und diese an das Unternehmen für einen längeren Zeitrahmen zu binden.

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